>>> Backhausplatz <<<

   



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Bürgermeister Manfred Schüßler wies auf den Wert für den Gemeinsinn in der Ortsbevölkerung bei der künftigen Nutzung des Platzes mit Backhaus und Brunnen hin, der sich schon bei der Errichtung unter den Helfern gezeigt habe. Mit diesem Platz solle ein Stück Tradition und die Erinnerung unter den Kindern an das Leben ihrer Ahnen gewahrt werden.

Die 30 ehrenamtlichen Helfer mit einem Durchschnittsalter von 73 Jahren, die bei den Baumaßnahmen rund 1000 Arbeitsstunden leisteten, wurden am Sonntag besonders geehrt. Der größte Teil von ihnen gehört dem Heimatverein an, der zusätzlich 14000 € aus seiner Kasse in die Baumaßnahmen investierte, insbesondere in das von ihm beantragte Backhaus. Selbst die beteiligten Fachfirmen hätten teilweise ihre Leistungen ehrenamtlich zur Verfügung gestellt, freute sich Schüßler. So habe man die ursprünglich mit 124000 € veranschlagten Kosten auf 105000 € senken können. Ein erheblicher Zuschuss sei vom Amt für ländliche Entwicklung zu erwarten. "Heute wollen wir die Helfer loben, doch der Segen kommt von oben", zitierte Vorsitzender des Heimatvereins Martin Reichert frei nach Schillers Glocke.  

 

 

 

Die Feier wurde umrahmt von der Musikkapelle "Harmonie" Hausen, die auch zum Frühschoppen aufspielte. Am Nachmittag unterhielten die "Dorfmusikanten" die Festbesucher. Thomas Köhler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kleinwallstadt, übergab einen Sack voll Mehl für viele Brote, und wies auch auf den geplanten Backhausbau in Hofstetten hin.

Der Hausener Backhausplatz entstand auf der Fläche des ehemaligen Anwesens Sulzbacher Weg 8, das die Gemeinde ursprünglich erworben hatte, um den Gehweg dort zu verbreitern und Parkplätze zu schaffen. Das baufällige Gebäude fiel der Abrissbirne zum Opfer. Vor dem Abbruch brachten Heimatverein und Feuerwehr in einer Nacht- und Nebelaktion die Dachabdeckung aus Biberschwänzen in Sicherheit, die für das Backhaus wiederverwendet wurden. Nach verschiedenen Gedankenspielen im Gemeinderat schlug der Heimatverein Ende 2009 vor, auf dem Platz ein Backhaus als zusätzliches Kleinod zu errichten, was sofort einmütig genehmigt wurde. In relativ kurzer Zeit entstand 2010 ein Platz, der Vereinen für Feiern, Spaziergängern zum gemütlichen Verweilen und Autos als Parkfläche dient. Der dort vorgefundene Brunnen wurde neu aufgebaut, abgesichert und mit einer schmiedeeisernen Krone versehen.

Der Hausfrauenclub hatte den Brunnen zur Einweihung festlich geschmückt und wird ihn auch in Zukunft mit Blumen verschönern. Die Materialien der Brunnenkrone und die Kosten für die Holzknüppelsitzgruppe wurden aus dem Gewinn der Vereine bei der 750-Jahr-Feier 2006 gedeckt. Das Wort "Gemeinsinn" findet sich in diesem Gemeinschaftswerk in jeder Phase wieder.

(Text: Hans Schreck, Main-Echo)